Fachbeiträge zum Thema Schafe, Ziegen und Gehegewild

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Rückblick auf die 19. Märzveranstaltung für Schaf- und Ziegenhalter sowie Hoftierärzte am 08.03.2018 in Bernburg-Strenzfeld

Rückblick

Am 08.03.2018 fand in Bernburg-Strenzfeld zum 19. Mal die traditionelle Märzveranstaltung, eine seinerzeit von Elmar Grzonka entwickelte gemeinsame Fortbildung für Schaf- und Ziegenhalter sowie Hoftierärzte statt. Die Veranstaltung wird mittlerweile in gleicher Form auch in Thüringen, Bayern, Sachsen und Brandenburg durchgeführt und erfährt überall eine außerordentlich gute Resonanz.

Wieder geriet der Tagungsraum an seine Fassungsgrenze und alle zusätzlich bereitgestellten Stühle fanden dankbare Abnehmer. Für viele gewerbliche wie nebenberufliche Tierhalter, praktizierende Tierärzte, Amtstierärzte und Gäste aus landwirtschaftlichen Ämtern und Verbänden ist diese Fortbildung zu einem gern wahrgenommenen Pflichttermin geworden, weil der Informationsbedarf auf dem Gebiet dieser beiden eher wenig beachteten Tierarten doch immer wieder groß ist und man die Qualität der ausgewählten Themen und Referenten schätzen gelernt hat. Diesmal wurden die weiblichen Tagungsgäste mit einer kleinen Süßigkeit überrascht, fiel doch der Veranstaltungstermin auf den Internationalen Frauentag!

Mit einer kurzen Begrüßung durch die Organisatorin vom Tiergesundheitsdienst Sachsen-Anhalt begann der erste Veranstaltungsteil. Im geplanten Programm war aus Krankheitsgründen eine Änderung notwendig geworden. Frau Dr. Kirsten Stemme (Intervet Deutschland GmbH) sprang kurzfristig ein und hielt einen umfassenden Vortrag über „Breinierenkrankheit“ und andere Clostridiosen, deren Entstehung und Immunprophylaxe. Eine im Vorjahr durchgeführte Umfrage zu „Wunschthemen“ und auch viele Fragen im Anschluss an den Vortrag bestätigten die Wahl dieses Themas.

As zweiter Referent lud Philip Tegtmeyer von der Tierärztlichen Hochschule Hannover die aufmerksamen Zuhörer zu einem Blick in die Maulhöhle ein. Obwohl Zahnerkrankungen, Fehlstellungen & Co. bei Schafen und Ziegen doch häufig sein dürften und obwohl die Folgen für das betreffende Tier meist fatal sind, war dies doch auch für langjährige und berufserfahrene Tierhalter ein eher unbekanntes Gebiet. Und so nahm wohl so mancher den Entschluss mit nach Hause, bei Entwicklungsstörungen und Abmagerung künftig auch mal an „Zähne“ zu denken, weiß man doch aus eigener Erfahrung um die Schmerzhaftigkeit solcher Erkrankungen.

Damit ging es dann in die Pause mit entsprechender gastronomischer Versorgung und vielen angeregten Gesprächen.

Am Nachmittag hielt Karl-Heinz Kaulfuss einen packenden Vortrag über Moderhinke. Er erklärte die Entstehung der Krankheit, wie man sie von anderen Klauenerkrankungen unterscheiden kann, sprach über die Wirkung von Klauenbädern und stellte sinnvolle Behandlungskonzepte vor. Besonders nachhaltig dürfte hoffentlich bei den betroffenen Zuhörern die anschauliche und praxisnahe Schilderung der Umstände und Ursachen gewesen sein, welche in vielen Fällen die Bekämpfung von Moderhinke bisher so wenig erfolgreich erschienen ließen.

Der letzte Referent entfernte sich, was das Thema und die Art der Präsentation desselben angeht, recht weit von den vorhergehenden. Swen Keller; gelernter Schäfer, Landwirt und anerkannter Ausbilder von Hunden, sprach über Erfahrungen mit dem Herdenschutz und lud die Zuhörer zu einer Diskussion zu diesem Thema ein, der sie lebhaft, aber doch auch sachlich folgten.

Damit ging die 19. Märzveranstaltung für Schaf- und Ziegenhalter sowie Hoftierärzte zu Ende.

Wiederum war die Veranstaltung durch die Firmen Intervet Deutschland GmbH, Zoetis, , Bayer Vital GmbH, ELANCO und Serumwerk Bernburgunterstützt worden, wofür an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt werden soll. Damit wurde insbesondere die Bewirtung der Tagungsteilnehmer mit einem Mittagsimbiss, Kaffee, Getränken und Kuchen durch den Gasthof „Zum Krug“ Bernburg finanziert sowie ein kleines Präsent für die Referenten organisiert, welches in diesem Jahr vom Ziegenhof Kutschbach in Glinde stammte.

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